Unsere langjähriger Vorsitzende des Ortsvereins Heimersheim Elisabeth Fitting hat uns nach kurzer schwerer Krankheit verlassen.

Wir danken Ihr für die Jahrelange Unterstützung.

Elisabeth Fitting  war immer für alle da und hat geholfen,

wo sie konnte.

Wir sprechen den Angehörigen unser tiefstes Beileid aus.

Wir werden Elisabeth nicht vergessen

Elisabeth beim 10-jährigen bestehen

Ordentliche Kreiskonferenz des Kreisverbandes

Samstag den 24.4.2010: Ordentliche Kreiskonferenz des Kreisverbandes der Arbeiterwohlfahrt Alzey-Worms e.V. in Hamm/Rhein

 

Ortsvereinsvorsitzende Ursula Orth begrüsst die Anwesenden und berichtete über die umfangreichen Aktivitäten vor Ort

 

Als  Gäste  konnten Katrin Anklamm-Trapp (MdL), Landrat Ernst-Walter Görisch, Volker Lukas, Bürgermeister und Geschäftsführer Winfried Bauer vom AWO Bezirksverband Koblenz begrüßt werden. Klaus Hagemann, stellv. Vorsitzender kam aufgrund der  Demonstration gegen die Verlängerung der Laufzeit von KKW Biblis etwas später.

Katrin Anklamm-Trapp stellte noch mal das Entstehen der AWO aus der SPD im Jahre 1919 heraus, die im vorigen Jahre auf 90-jähriges Bestehen zurückblicken konnte. Dabei ging sie auf das Logo des AWO-Banners auf der Bühne ein "Zukunft gerecht gestalten“ und betonte, wie notwendig es ist, den gemeinnützigen Bereich und insbesondere die ehrenamtliche Tätigkeit vieler engagierter Menschen wie sie in der AWO zu finden sind, zu unterstützen

Herr Landrat Ernst-Walter Görisch sprach über den demografischen Wandel, der die Kommunalpolitik zukünftig vor neue Herausforderungen stellt. Er betonte die Wichtigkeit der ambulanten und stationären Pflegedienstleister und berichtete, dass inzwischen alle geplanten Pflegestützpunkte eingerichtet sind und die Mitarbeiter dort ihre Arbeit aufgenommen haben. Er begrüßt dass sich der AWO Kreisverband auch  in den Gremien der Kreisverwaltung einbringt so z.B. im Sozialausschuss

 

Volker Lukas, Bürgermeister der Gemeinde Hamm, berichtete von seiner Arbeit in der Gemeinde Hamm. Er hebt den Bau der modernen neuen Gemeindehalle hervor, in der die Kreiskonferenz statt findet und von deren guten Zustand sich

alle Anwesenden überzeugen können

 

Geschäftsführer Winfried Bauer vom AWO Bezirksverband Koblenz begrüßt die Gäste. Er berichtete von den Schwierigkeiten ambulanter und stationärer Pflegeein-richtungen insbesondere im Hinblick auf Leistungsgerechte Vergütung, Fachkräftemangel und Konkurrenzdruck.

 

Danach stand die Neufassung der Satzung des AWO-Kreisverbandes Alzey-Worms e.V. auf der Tagesordnung:   

Die 84 anwesenden Delegierten der 15 Ortsvereine beschlossen einstimmig eine Neufassung der Satzung.

 

 

 

Das Tagungspräsidium wurde gewählt  und Alexander Ebert aus Osthofen übernahm die Leitung der darauf folgenden Wahlhandlungen. Zunächst war der Vorstand neu zu wählen. Angetreten war der bisherige Vorsitzende Wolfgang Rüttgens aus Saulheim, zwei Stellvertreter, Klaus Hagemann MdB. Ursula  Orth aus Hamm und der   Kassierer Alexander Ebert sowie acht weitere Beisitzer

 

Die Kandidaten wurden einzeln in geheimer Wahl mit überwiegender Mehrheit wiedergewählt

 

Wolfgang Rüttgens bedanke sich für das Vertrauen und versprach sich weiterhin für den Kreisverband, insbesondere für die Sozialstation, den Betreuungsverein sowie die Einrichtungen des Kreisverbandes, Kleiderkammer und medizinisch sozialer Dienst einzusetzen, außerdem möchte er die Aktivitäten des Kreisverbandes weiter ausbauen. Die derzeitige finanzielle Situation ist zufriedenstellend, allerdings besteht nach Abschluss der Renovierungen im Innenbereich nun die dringende Notwendigkeit, die Immobilie in der Hellgasse auch im Außenbereich aufzufrischen

 

Nach Abschluss der Wahlen wurde die derzeitige Geschäftsführerin Sigrid Herrmann verabschiedet und deren Nachfolgerin Birgit Wagner willkommen geheißen. 

 

Der Kreisvorstand überreichte ein Abschiedsgeschenk und dankte Sigrid Herrmann.  Diese wiederum dankte für die langjährige Unterstützung durch die Ortsvereine, für eine manchmal anstrengende aber auch schöne Zeit. 

 

Damit wurde die Konferenz abgeschlossen. Die Anwesenden erhoben sich von den Plätzen, nahmen sich bei der Hand und sangen gemeinsam mit musikalischer Unterstützung durch Horst Kunzer das AWO-Lied „Wenn wir schreiten Seit an Seit".  

v. l. Rolf Sickert, Christa Oswald, Karl Walther , Wolfgang Rüttgens, Ursula Orth, Horst Bernstorf, Sigrid Herrmann, Alexander Ebert, Klaus Hagemann Christine Fröhlich, K-H.Barth , Birgit Wagner

Jubiläum

Am Samstag, dem 12.9.2008 feierten wir auf dem Fischmarkt in Alzey das 90-jährige bestehen der Arbeiter-wohlfahrt und gleichzeitig  das 30-jährige bestehen des Kreisverbandes und das 15-jährige unseres Betreuungsvereines und der AWO-Sozialstation.

 

Es gab Kaffee und Kuchen, Brezeln usw.  und ein Glücksrad, mit kleinen Gewinnen. Für die Kleinen stand eine Hüpfburg bereit, die sich über reichlich Besuch erfreuen konnte.

Wir hatten viele Besucher, die sich über die Angebote der "alzeyer AWO" informierten.

 

 Die Allgemeine Zeitung berichtete:

"Die gelungene Veranstaltung erfüllte den Kreisvorsitzenden Wolfgang Rüttgens dabei mit Genugtuung, Wir sind sehr zufrieden mit all dem, was wir uns hier in den zurückliegenden Jahrzehnten aufgebaut haben. Wir haben einen regen Zuspruch und erfahren von vielen Seiten große Unterstützung, wir wünschen uns jedoch  noch viele weitere Beitritte zu unserem Wohlfahrtsverband, damit wir auch in Zukunft mit Hilfe, Rat und Tat wie gewohnt zur Verfügung stehen  können.

Der Kreisverband leistet Dienste für Alte, Kranke und Hilfsbedürftige und betreibt Sozialstation und Betreuungsverein. "Der Verein findet großen Anklang. Gerade viele Ältere können sich oftmals nicht mehr alleine helfen und dann sind wir da", erläuterte Hildegard Kellermann, die sich als Verantwortliche des Betreuungsvereins ebenso engagiert, wie AWO-Geschäftsführerin Sigrid Hermann und Nicole Oberthaler von der Pflegedienstleitung. 

 

Nicht weniger als 16 Ortsvereine mit zahlreichen haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sorgen rund um die Kreisstadt dafür, dass Hilfsbedürftige keine Angst mehr vor der Zukunft haben müssen. "Wir wollen, dass die Leute solange es geht zuhause in den eigenen vier Wänden bleiben können. Das gilt sowohl für die Sozialstation als auch für den Betreuungsverein", unterstrich Klaus Hagemann ein ganz wesentliches Ziel der AWO, die im gesamten Kreisgebiet auf über 4000 Mitglieder zählen kann

"Natürlich geht es bei uns in erster Linie um Seniorenbetreuung, aber wir kümmern uns in Kooperation mit dem Jugendwerk auch um die Jugendlichen und bieten gerade in den Ferien viele Reisen und Veranstaltungen vor Ort an, bei denen die Kinder betreut werden", so der Stellvertretende AWO-Kreisvorsitzende. Hagemann wünschte sich überdies, dass Kontinuität und Ausdauer der AWO-Dienste und -Projekte nichts von ihrer Nachhaltigkeit verlieren mögen, damit auch Einrichtungen wie die Kleiderkammer  weiterhin im Sinne der Gemeinschaft angeboten und fortgeführt werden könnten

Landrat Ernst Walter Görisch hob unterdessen die besondere Bedeutung der AWO für den Landkreis hervor. "Wir sind froh, dass wir hier einen solch starken Wohlfahrtsverband haben. Das enge Miteinander und der direkte Kontakt zu den hilfsbedürftigen Menschen vor Ort ist ganz wichtig." Heiko Sippel lobte die "hohe soziale Verantwortung" der AWO, die gerade auch in Alzey sichtbar werde. "Wir profitieren in der Stadt sehr stark von der Arbeit der AWO", so Sippel

 

 
 
 
Nachrichten:      

Marie Juchacz, geb. Gohlke

Geb. 15. März 1879 in Landsberg an der Warthe verst. 28. Januar 1956 in Düsseldorf Politikerin, Begründerin der Arbeiterwohlfahrt

Vor 90 Jahren sprach die AWO-Gründerin als erste Frau vor einem deutschen Parlament

Sie lebte für eine bessere Welt.
Am 19. Februar 1919 feierte der lange Kampf für das Frauenwahlrecht einen Höhepunkt: Marie Juchacz, SPD-Abgeordnete und Gründerin der Arbeiterwohlfahrt, sprach als erste Frau vor einem deutschen Parlament.

Heiterkeit herrschte im Saal als sie ihre Rede erstmals mit den Worten begann, "Sehr geehrte Herren und Damen". Doch dann stellte sie klar: "Was diese Regierung getan hat, das war eine Selbstverständlichkeit: sie hat den Frauen gegeben, was ihnen bis dahin zu Unrecht vorenthalten worden ist." [....]

1919 setzte Marie Juchacz ihre seit ihrer Erfahrung in der Kölner "Nationalen Frauengemeinschaft" gehegte Idee um, eine sozialdemokratische Wohlfahrtspflege zu gründen. Sie rief den "Hauptausschuss für Arbeiterwohlfahrt" beim Parteivorstand der SPD am 13.12.1919 ins Leben und übernahm den Vorsitz in der Arbeiterwohlfahrt. Ein frühes Ziel der Arbeiterwohlfahrt lag in der Verbesserung der staatlichen Fürsorge. Auf der ersten Reichskonferenz der Arbeiterwohlfahrt im Jahr 1921 behandelte die Sozialreformerin und Frauenrechtlerin Helene Simon das Thema "Die Aufgaben und Ziele der modernen Wohlfahrtspflege". Ihre Ziele sind wie folgt beschrieben worden: "Die Verhütung von Klassenarmut durch Bekämpfung der Ursachen der Armut, was zum größten Teil nicht Spezialaufgabe der Wohlfahrtspflege, sondern Aufgabe der allgemeinen Politik sei. Aufgabe der Wohlfahrtspolitik dagegen sei es, die überkommenen armenrechtlichen und polizeilichen Maßnahmen durch solche vorbeugender, heilender und vorsorgender Natur zu ersetzen. An Stelle der Fragen nach Würdigkeit und Unwürdigkeit, nach Schuld und Sühne müsse die allein entscheidende Frage nach Heilbarkeit und Unheilbarkeit treten. Der Heilbare sei zu heilen, der Unheilbare zu versorgen."

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